Altersbilder in anderen Kulturen: Deutschland als Vorbild?!


 

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Studie stellt große kulturelle Unterschiede in Deutung und Fragen des Alters fest

Stuttgart, 18. November 2009 – Wie wird in anderen Ländern die Lebensphase „Alter“ wahrgenommen? Mit welchen Stärken und Grenzen wird „Alter“ in anderen Ländern assoziiert? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich die von der Robert Bosch Stiftung in Kooperation mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Studie zum Thema „Altersbilder in anderen Kulturen“, die vom Institut für Gerontologie der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg unter Leitung von Prof. Dr. Andreas Kruse durchgeführt wurde. Mit ihrem Schwerpunkt „Alter und Demographie“ verfolgt die Stiftung das Ziel, ein ausgewogenes, realistisches Bild vom Alter und vom Älterwerden in unserer Gesellschaft zu verankern. Die jetzt vorgestellte Studie liefert erste, systematisch erarbeitete Hinweise zum Umgang mit dem Alter und zu den gesellschaftspolitischen Zugangsweisen zum Alter im internationalen Kontext.

Das Team um Prof. Dr. Kruse befragte Experten auf dem Gebiet der Altersforschung und zahlreiche ältere Frauen und Männer in sieben Staaten: Brasilien, Frankreich, Großbritannien, Japan, Kanada, Norwegen, USA. Für jedes Land wurde eine systematische Analyse der demografischen Entwicklung in den vergangenen Jahrzehnten, der gesetzlichen Rahmenbedingungen des Alters wie auch der wirtschaftlichen und sozialen Situation älterer Frauen und Männer vorgenommen. In den besuchten Ländern wurde vielfach auf Deutschland als einem Land Bezug genommen, in dem die Stärken (Potenziale) des Alters gesellschaftlich und politisch erkannt und mehr und mehr genutzt werden. Für Deutschland können die in anderen Ländern gewonnenen Erkenntnisse wertvolle Hinweise geben. So zum Beispiel beim sensibleren Umgang mit der Verletzlichkeit im hohen Alter, wie sich diese vor allem bei Demenz zeigt. Wichtig ist auch die Unterscheidung zwischen dem „jungen“ (engagierten) und dem „alten“ (pflegebedürftigen) Alter, denn die Älteren haben noch lange nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben eine starke gesellschaftliche Verpflichtung und bringen ihre umfassenden Kompetenzen mit ein.

Mehr zur Studie und den einzelnen Ergebnissen finden Sie hier:
www.bosch-stiftung.de/content/language1/html/26959.asp

Link zur Studie:
www.bosch-stiftung.de/content/language1/downloads/Gesamt_AlterbilderKulturen_2310.pdf

Pressemitteilung der Robert Bosch Stiftung vom 18.11.2009 (Quelle: http://www.bosch-stiftung.de/content/language1/html/27002.asp)

Auch auf www.zeit.de finden Sie unter dem Titel “Alter ist nicht gleich Alter” einen interessanten Beitrag hierzu.
www.zeit.de/gesellschaft/generationen/2009-11/altersbilder-weltweit