Höhere Alterserwerbsbeteiligung durch längere Erwerbsphasen


 

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Aktueller Altersübergangs-Report 2010-04 erschienen:

In jüngeren Kohorten sind mehr Menschen länger erwerbstätig als in älteren Kohorten

Auf einen Blick …

  • Seit dem Jahr 2000 ist die Alterserwerbstätigenquote – der Anteil der 55- bis 64-jährigen Erwerbstätigen an der Bevölkerung in diesem Alter – beständig gestiegen. Bereits seit 2007 sind über die Hälfte der Älteren zwischen 55 und 64 Jahren erwerbs-tätig; 10 Jahre zuvor waren es weniger als 40 Prozent.
  • Im gleichen Zeitraum sind das Erwerbsaustritts- und das Renteneintrittsalter in der Tendenz zwar auch gestiegen, aber nach wie vor deutlich von der aktuellen Regelal-tersgrenze von 65 Jahren entfernt. Zudem ist das durchschnittliche Erwerbsaustrittsal-ter nicht stetig gestiegen, sondern entwickelte sich zuletzt sogar rückläufig.
  • Ursache für die divergierende Entwicklung der Alterserwerbstätigenquote und des Er-werbsaustrittsalters ist u.a. eine besondere demographische Konstellation, die bei den üblichen Berechnungsmethoden den Anstieg der Alterserwerbstätigenquote über-zeichnet und die Entwicklung des Erwerbsaustrittsalters unterschätzt.
  • Auf der Grundlage der Analyse von kohortenspezifischen Erwerbsbeteiligungen lässt sich zeigen, dass der Anstieg der Alterserwerbstätigenquote in erster Linie auf eine Verlängerung des Erwerbslebens zurückgeht und in zweiter Linie auf eine höhere Er-werbsbeteiligung insbesondere von Frauen. Im Kohortenvergleich wird aber auch deutlich, dass die Erwerbsbeteiligung bei den über 62-Jährigen nur minimal angestie-gen ist.

Den Altersübergangsreport finden Sie hier zum Download:
http://www.iaq.uni-due.de/auem-report/2010/2010-04/auem2010-04.pdf

Der Altersübergangs-Report bringt in unregelmäßiger Folge Ergebnisse des Projekts „Altersübergangs-Monitor“, das die Hans-Böckler-Stiftung seit 2003 und das Forschungsnetzwerk Alterssicherung der Deutschen Rentenversicherung – Bund (seit 2006) fördern und das vom Institut Arbeit und Qualifikation durchgeführt wird.